Preisgünstig und effektiv: der professionelle Werbebrief.

Lassen Sie sich nicht täuschen - auch wenn Ihr Briefkasten von Mailings und Akquise-Anschreiben verstopft ist: Professionelle Werbebriefe sind nach wie vor eines der effektivsten Werbemittel für kleine Unternehmen, Handwerker, Dienstleister, Freiberufler und Existenzgründer. Der finanzielle Aufwand ist überschaubar. Der Einsatz von Werbeanschreiben ist punktgenau zu planen und eine Erfolgskontrolle ist leicht durchzuführen.

Ein weiterer Vorteil von Werbebriefen: Sie können die Texte selber schreiben. Ich habe schon starke Werbebriefe gesehen, die Werbungstreibende eigenhändig verfasst haben. Aber das sind Ausnahmen. Viel mehr begegneten mir Schreiben, die besser nie geschrieben worden wären. Mit Rechtschreibfehlern, ohne erkennbare Zielgruppenansprache, ohne klares Angebot und ganz einseitig aus der Sicht des Werbetreibenden formuliert. Gedruckt auf dünnem Discounterpapier, verpackt in billige Fensterkuverts.

Wenn Sie Ihre Werbebriefe selbst texten möchten, um neue Kunden zu gewinnen oder Appetit auf neue Dienstleistungen zu machen, sind die folgenden Textertipps bestimmt eine Hilfe für Sie. Denken Sie aber bitte daran, dass das Honorar für einen Texter meist nur einen kleinen Teil Ihres Werbebrief-Budgets ausmacht und „Sparen“ hierbei sehr viel kosten kann.

Tipps für erfolgreiche Werbebriefe                                                                              

1. Was genau wollen Sie anbieten?

Versuchen Sie einmal die Einzigartigkeit Ihres Angebotes in wenigen Sätzen zu formulieren. Worin unterscheidet sich Ihr Angebot, Ihre Leistung von denen Ihrer Wettbewerber? Gibt es überhaupt Unterschiede. Oder müssen Sie sich erst einmal auf die Suche nach einen „einzigartigen Verkaufsanspruch“ machen.

2. Grenzen Sie Ihr Angebot ein.

Sie bieten eine ganze Produktpalette oder ein umfassendes Paket an Dienstleistungen? Beschränken Sie sich in dem mailing auf ein Angebot, auf eine Botschaft. Das kann beispielsweise der kostengünstige KFZ-Check vor der Urlaubssaison sein oder Neukunden-Gewinnung mit einem günstigen Finanzierungsangebot.

3. Vertiefen Sie sich in die Welt Ihrer Zielgruppe.

Schließen Sie mal Ihre Augen, entspannen Sie sich und stellen Sie sich einmal einen Menschen oder besser einen Menschentypus vor, der Ihre Zielgruppe repräsentiert. Ist das der EINE Mensch, der EINE Typ oder ist Ihre Zielgruppe nicht homogen und setzt sich zusammen aus den Unter-Kategorien? Dann müssen Sie für jede Unter-Kategorie diese Übung wiederholen und auch jeweils ein anderes Werbeschreiben kreieren.

Nehmen Sie in Ihrer Vorstellung Kontakt zu Ihrem Musterkunden auf, lernen Sie ihn kennen. Schreiben Sie dann später im Geiste an diesen Menschen, so wird in vielen Fällen ein lebendiger und einfühlsamer Brief daraus werden.

Übrigens: Dieses Einfühlen in Zielpersonen habe ich in einer Ausbildung zum NLP-Master (Neurolinguistisches Programmieren) eingehend studiert und perfektioniert. Natürlich ersetzt das geistige Vertiefen in die Zielgruppe nicht die Arbeit mit sozio-demographischen Daten, aber es bereitet den Boden dafür, dass die „Chemie stimmt“ zwischen Ihnen und den Angeschriebenen.

4. Wie gut sind Ihre Adressen?

Zielgruppen-Adressen kann man kaufen. Aber machen Sie es sich nicht zu einfach und schreiben mal 1000 Adressen nach dem Gießkannen-Prinzip an. Behandeln Sie Ihre Adressen wie Wertpapiere an der Börse und teilen Sie sie in Güteklassen ein, erstellen Sie ein Ranking. Handverlesenes 1.-Klasse-Adressenmaterial werden Sie aufwändiger bearbeiten und gezielter ansprechen als 3.-Klasse-Anschriften aus dem Adressengroßhandel. Recherchieren Sie im Internet nach Hintergrundmaterial für die Briefe, die Ihre 1A-Kundenanschriften erreichen sollen. Berücksichtigen Sie ganz individuelle Sonder- und Besonderheiten Ihrer Briefempfänger. Die Arbeit lohnt sich und der Brief hat gute Chancen zu funktionieren und etwas zu bewirken.

5. Individualisieren Sie Ihr Akquiseanschreiben.

Verwenden Sie eine persönliche Ansprache und eine individuell nur für das angeschriebene Unternehmen passende Formulierung und schon sind Sie näher dran am Kunden. Aber übertreiben Sie nicht. Die individuelle Ansprache ist am Anfang eines Briefes ideal, aber nicht laufend im Text wiederholen a la “...unser Angebot wird Sie, lieber Herr Mustermann, sicherlich überzeugen und wir werden Ihnen Herr Mustermann...“.

6. Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Zielgruppe!

 „Die Zielgruppe verstehen“ ist die wichtigste Regel, die ich Ihnen als Texter für Ihren Werbebrief mit auf den Weg geben kann.  Auch wenn Sie, Ihr Unternehmen oder Ihr Produkt noch so interessant sein mögen. Jeder, der Ihren Brief liest, hat nur eines im Sinn: sich selbst und die Vorteile, die er oder sie aus Ihrem Angebot herausholen kann. Denken Sie an meinen Tipp 4 und versetzen Sie sich in Ihre Zielperson.

7. Alles gelesen. Und nun?

Ganz wichtig: Lassen Sie Ihren Briefempfänger nach der mailing-Lektüre nicht allein. Wie soll es weiter gehen? Wer ruft an? Wann folgt ein Fax? Kommt eine Nachfassaktion? Gibt es eine Internet-Adresse? Liegt eine Antwortkarte bei oder ein Fax-Formular?

8. Geben Sie Ihrem Werbebrief die richtige Form!

Sie können noch so gut formulierte Werbebriefe schreiben, wenn die Form nicht stimmt, war die Textarbeit umsonst. Es lohnt sich fast immer, das Geld für einen Grafiker auszugeben, der einen ansprechenden Briefkopf gestaltet und Schriften, Schriftgröße, Zeilenabstände etc. festlegt, damit die Briefe ein seriöses, einheitliches Bild erhalten. Je nach Zielgruppe sollten Sie die Papierwahl treffen und die Kuverts aussuchen. Ob Sie den Briefkopf in Ihrem Drucker gleich mit ausdrucken oder hochwertiges Papier extra bedrucken lassen, hängt wiederum von Ihrer Zielgruppe ab. Übrigens: Schöne Briefmarken auf dem Kuvert machen sich besser als ein liebloser Stempel.

9. Erfolg oder kein Erfolg – auch eine Frage der Zeit.

Sie erhöhen die Erfolgschancen Ihres Werbebriefes, wenn Sie sich ein paar Gedanken über den richtigen Absendezeitpunkt machen. An welchem Wochentag soll der Brief die Empfänger erreichen? Macht es Sinn, die Aussendung vorzunehmen, wenn die Briefkästen sowieso schon überfüllt sind, beispielsweise zur Weihnachtszeit. Müssen Sie Rücksicht auf Urlaubszeiten, auf saisonale Besonderheiten Ihrer Zielgruppe, auf Messetermine oder auf die Aktionen Ihrer Wettbewerber nehmen, etc...?


Wie branchenerfahren ist TEXTFUNKE*?